Lektorieren ja, Rotstift nein

Beim Wort "korrigieren" fühlen sich viele unangenehm an ihre Schulzeit erinnert. Deshalb gleich vorweg: Lektorieren hat nichts mit Besserwisserei zu tun. Bei mir schleichen sich genauso Fehler ein, wenn ich schreibe. Jeden Text auf dieser Website habe ich noch einmal von jemandem gegenlesen lassen. Warum? Weil es einen unabhängigen Blick von außen braucht, um Rechtschreib- und Grammatikfehler, vor allem aber Brüche in der Logik oder umständliche Formulierungen aufzudecken.

 

Das Lektorat beinhaltet:

  • Einen kritischen und zugleich einfühlsamen Blick auf Ihren Text. Ich werde Ihren persönlichen Stil ebenso berücksichtigen wie die Frage, für welches Publikum Sie schreiben. Aber ich werde alles ansprechen, was meiner Meinung und Erfahrung nach den Lesefluss stört und das Lesevergnügen vermindert.
  • Mindestens zwei Durchgänge. Beim ersten Lesen bewerte ich den Aufbau des Textes, Inhalt, Zusammenhänge, beim zweiten gehe ich in die Tiefe, was Stil und Ausdruck betrifft.
  • Rechtschreib-, Grammatik- und Tippfehler zu entfernen. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es aber nicht: Wenn ich Ihren Text zweimal gelesen habe, kann sich auch bei mir "Betriebsblindheit" einschleichen.
  • Vor allem eine inhaltliche Auseinandersetzung. Was macht den besonderen Charakter Ihres Textes aus und wie lässt er sich noch stärker herausarbeiten? Was kann man weglassen? Wo fehlen noch Erklärungen oder Beschreibungen? Halten Sie Ihren eigenen Stil konsequent durch?
  • Berücksichtigung des Zielpublikums. Natürlich ist es ein Unterschied, ob Sie einen Roman, eine Facharbeit oder eine Vereinschronik schreiben.

 

Übrigens weiß ich aus persönlicher Erfahrung: Viele Anmerkungen sind ein gutes Zeichen. Sie bedeuten nicht, dass der Text schlecht ist, im Gegenteil. Wenn die Grundlage stimmt, kann der Lektor auf hohem Niveau meckern.